Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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ſaiſcheres, etwas enttäuſchenderes als die jetzige Geſell⸗ ſchaft? Soll man zu dem Dichter ſagen: Beſinge die troſtreiche und heilige Religion, wenn man den Abend zuvor ſtraflos Tempel und Altar durch gottesläſterliche Orgien entweihte!

Oder ſoll man zu dem Dichter ſagen: Beſinge den König, jenes majeſtätiſche, unverletzliche Weſen, deſſen königliche Binde Gott weihte! Und man wiederholt doch täglich, daß man den König bezahlt? und daß er ein bezahlter Beamter ſei, wie ein Präfect, der arbei⸗ ten müſſe, um ſeinen Gehalt zu verdienen?

Soll man zu dem Dichter ſagen: Beſinge das Va⸗ terland, ſeine Einrichtungen, ſeinen Ruhm, ſeine Wiſ⸗ ſenſchaft?

Man weiß zu gut, was das gilt, was es koſtet, denn 500 Auserwählte legen laut und öffentlich Rechnung über Einnahme und Ausgabe des Staates ab.

Soviel wird an dem Straßenkoth und an dem Unrath gewonnen ſoviel an dem Schweiß der Strafgefangenen ſoviel an der Proſtitution des weiblichen Geſchlechtes ſoviel an der Cotterie und den Pfandanſtalten, welche die Galeere füllen und die Morgue oͤffentliche Ausſtellung gefundener Leichen) verſorgen ſoviel an der ungeſun⸗ den Luft der Stadt, ſo viel an dem Rechte, die un⸗ geſunde Luft einathmen zu dürfen.

Das iſt die Einnahme; nun kommt die nusgabe.

Für einen Gott und deſſen Diener ſoviel fur eine Gerechtigkeit ſo viel für den Ruhm ſoviel für den Unterricht und die Wiſſenſchaft ſoviel