dieſen Herren zu beweiſen, daß Don Quirote, Amadys und Seladon im Vergleich zu Ihnen nur alte Haudegen waren, wollte ich ſagen, daß ſeit einem Jahre und daruͤber mit der pracht⸗ vollſten Uneigennuͤtzigkeit, mit der anbetungswuͤr⸗ digſten Ehrfurcht, Sr. Unſchuld, der Herr Ta⸗ boureau, der Cavaliére servente, um den höflich⸗ ſten Ausdruck zu gebrauchen, einer Tänzerin iſt, die einem Liebhaber nachlaͤuft, welcher nichts mehr von ihr wiſſen will. Nun, iſt das nicht ſchön, meine Herren? Iſt das nicht bewundernswerth? Iſt das nicht eine wohlbegruͤndete und hinlänglich treue Dienſtbarkeit? Wir dienen doch wenigſtens nur den großen Herren und den Koͤnigen. Schoͤnes Verdienſt, par Pieu! Der Buͤrger thut aber nichts halb; er erklärt ſich muthig zum Knecht einer Springerin, und begleitet die Maitreſſe eines An⸗ dern durch Berg und Thal. Und als ein wohlge⸗ zogener Buͤrger, der er iſt, hat er keinen andern Zweck, als den vornehmen Herrn wieder zu finden, dem er nachläuft, um ihm ſeine Dulcinea zuzu⸗ fuhren.— Nun, meine Herren, hatte ich Un⸗ recht, Ihnen den Herrn als den keuſcheſten Men⸗ ſchen der ganzen Chriſtenheit vorzuſtellen?“
Der Page wollte die Hand unverſchämt wieder auf Taboureau's Schulter legen, aber außer ſich vor Zorn und purpurroth vor Schaam faßte Claude die Hand Gaſton's und zog ſie ſo derb herunter, daß dem Pagen des Gelenk knackte.


