Teil eines Werkes 
46.-49. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 5.-8. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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unmoͤglich. Aber genug— ich willige ein— ich will Cavalier ſehen;— ich will Ihre Inſtructio⸗ nen befolgen,“ ſetzte ſie mit einer gewaltigen An⸗ ſtrengung der Selbſtbeherrſchung hinzu.

„Und ich erwartete von Ihnen nichts weniger,“ rief Herr von Villars, indem er die Pſyche mit Innigkeit umarmte.„Ich war feſt uͤberzeugt, daß ich Gehor finden wuͤrde, wenn ich mich an Ihr Herz wendete. Ach, mein Kind, Sie vermögen es nicht, die Größe des Dienſtes einzuſehen, welchen Sie dem Koͤnige und Frankreich leiſten können.“

„Ich muß Ihnen gleichwohl geſtehen, gnädiger Herr,“ entgegnete Toinon niedergeſchlagen,„daß ich fuͤrchte, es wird mir nicht gelingen, es wird mir nicht moͤglich ſein, den Haß zu beſiegen oder viel⸗ mehr nur zu verbergen, welchen der Henker des Herrn von Florac mir einfloßt, der, welcher ihn vielleicht den Tag zuvor auf irgend eine grauſame Weiſe gemartert hat.“ Wie erſchreckt durch dieſen Gedanken fuͤgte die Pſyche hinzu:„Doch nein, nein, gnädiger Herr; Sie ſehen wohl, daß es un⸗ möglich iſt. Damit Cavalier Iſabelle vergeſſe, da⸗ mit er mir einiges Vertrauen zeige, damit ich ihn auf Ihre Vorſchläge vorbereiten kann, muß ich den Abſcheu verhehlen, den er mir einfloͤßt, was ſag' ich, ich muß ſogar koquett fur ihn ſein. Ach, gnädiger Herr, welch' ein Wort, welch' ein Wort bei einer Frage von Tortur und Tod! Erſcheint es nicht als ein blutiger Spott?“