Teil eines Werkes 
46.-49. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 5.-8. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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die Nothwendigkeit ſetzte, das größte in ihrets ſtehende Opfer zu bringen, das ihrer Liebe fuͤr Tan⸗ cred, entgegnete:

„Ich weiß, mein armes Kind, daß Sie auf alle Täuſchungen gefaßt ſein muͤſſen. Eine edle, großmüthige Pflicht iſt oft ſehr ſchmerzlich zu erful⸗ len und wird oft ſogar grauſam belohnt. Sie ha⸗ ben mich gebeten, Florac zu retten. Ich ſchlage Ihnen ein Mittel vor, welches ich füͤr unfehlbar halte, doch Sie allein können wiſſen, wie weit Ihre Ergebung geht. Entweder Sie ſetzen ſich der Ge⸗ fahr nicht aus, Tancreds Liebe zu verlieren, und er bleibt ein Opfer der grauſamſten Martern, er ſtirbt vielleicht; oder Sie wagen den Verluſt ſeiner Liebe, und er verdankt Ihnen Leben und Freiheit. Da ich weiß, daß Sie es ſind, an die ich mich wende, d. h. das muthigſte Herz, das uneigennuͤtzigſte, wel⸗ ches ich kenne, ſage ich Ihnen nichts von der Dank⸗ barkeit des Koͤnigs, wenn es Ihnen gelingt, indem Sie Tancred retten, Languedoc von den Uebeln zu befreien, die es zerreißen. Wohl aber ſage ich Ih⸗ nen, daß die Frau Marquiſe von Florac, ſeitdem ſie ihren Sohn verloren hat, ihre Tage in Verzweiflung

und Thränen hinbringt, und daß die, welche ihr den angebeteten Sohn züruͤckgäbe—“ „Genug, gnädiger Herr, genug,“ rief Toinon lebhaft, indem ſie ihre Thränen trocknete.„Ich begreife jetzt Alles. Das Opfer iſt ungeheuer, das fuhle ich. Ihnen zu ſagen, was es koſtet, iſt mir

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