danken, ſeine Handlungen, ſelbſt in den Augen ſeines Sohnes zu rechtfertigen, je hätte hegen können.
Fortgeriſſen durch die Geſchäͤfte, des guten Rech⸗ tes der Sache, der er diente, gewiß, hatte der In⸗ tendant nie die Zeit gehabt, nie das Beduͤrfniß gefuͤhlt, eine unfruchtbare Selbſtpruͤfung vorzu⸗ nehmen.
Daß die Ruhe ſeines innern haͤuslichen Lebens auffallend mit ſeiner entſetzlichen Verwaltung con⸗ traſtirte, kuͤmmerte ihn wenig; er hielt den Schrecken fuͤr heilſam und wendete ihn als ein heftiges und furchtbares, aber nothwendiges und entſcheidendes Mittel an.
Geheimnißvolle Anomalie, die uͤbrigens wohl geeignet war, Juſt aufzufallen.
Herr von Baville, in ſeinem Privatleben von reinen Sitten und ſanft, zeigte ſich unbeugſam in der Anwendung der blutigſten Maßregeln; er fuͤhlte weder Galle noch Bosheit gegen die Leute, die er verurtheilte; der religiöſe Haß leitete ihn nicht irre; zuweilen beklagte er ſogar die Opfer der Verfolgung, und dennoch uͤbernahm er ohne Gewiſſensbiſſe, ohne Reue, jede Verantwortlichkeit der barbariſcheſten Edicte.
Ungeachtet deſſen, was ſo eben vorgefallen war, zweifelte Herr von Baville nicht daran, daß die Liebe ſeines Sohnes fuͤr ihn ſich ſtets gleich blei⸗ ben wuͤrde. Dennoch hatten die Anklagen Juſt's


