Teil eines Werkes 
46.-49. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 5.-8. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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Ehe ich mich dazu beſtimmte, wollte ich noch nach⸗ denken; verzweifelnd klagte ich das Schwanken mei⸗ nes Geiſtes an, der ſich nicht, wie der Eurige, bis zu einer gewiſſen Hoͤhe erheben konnte, von wo man die menſchlichen Dinge ohne Zweifel anders beurtheilt. Meine Gedanken erſchoͤpften ſich bis zum Schwindel, indem ſie dies furchterliche Geheim⸗ niß erforſchen wollten. Vergebens bat ich den Him⸗ mel, mich aufzuklären: alle Begeiſterungen, die mir von oben kamen, ſchienen nur noch mehr die furch⸗ terliche Verfolgung zu verdammen, deren Mitſchul⸗ dige wir waren. Ach, mein Vater, mein Vater,“ ſagte Juſt, indem er dem Intendanten zu Füßen fiel,„verzeiht Eurem Sohne; jetzt wißt Ihr Al⸗ les. Ihr ſeht, daß ich die Functionen nicht aus⸗ uͤben kann, die der König mir uͤberträgt. Nicht alle Proteſtanten ſind in Languedoc, und nie werde ich einem Herrn dienen, deſſen Grauſamkeit mir Abſcheu einfloͤßt.“

Herr von Baville ſchien geruͤhrt; er hob ſeinen Sohn auf, umarmte ihn zärtlich und gab ihm ein Zeichen, ſich zu ſetzen..

Juſt hatte ſich bisher, wenigſtens ſcheinbar, ſo gleichgultig gegen das Loos der Hugenotten ge⸗ zeigt, daß der Intendant von ſeinem Staunen nicht zuruͤckkommen konnte. Herr von Baville war uͤber⸗ dies von zu ſtrengem Charakter, ſeine Ueberzeugun⸗ gen waren zu feſt begruͤndet, er war zu ſehr an blinden Gehorſam gewöhnt, als daß er den Ge⸗