in ihrer demuͤthigen Vorſtellung nur Verwegenheit. Starben ſie als Märtyrer ihrer Religion und bete⸗ ten noch auf dem Scheiterhaufen: Herr, mein Gott, verzeihe unſern Henkern! Herr, mein Gott, beſchuͤtze unſern König! So ſah ich in dieſem Muthe nur eine gottloſe Verworfenheit; dieſe Wuͤn⸗ ſche, dieſe Verzeihung, waren nichts als ein gottloſer Spott. Bald aber emporten ſich meine Vernunft, mein Herz, das edle Blut, das ich von Euch em⸗ pfing, gegen dieſe Ungerechtigkeit. Dann verſank ich aufs Neue in einen Abgrund des Zweifels und der Bitterkeit, denn in meinen Augen waren Eure Befehle barbariſch und ungerecht,“ ſagte der junge Mann mit leiſer und bebender Stimme.
„Und haſt Du den König nie angeklagt?“ ſagte
. Perr von Baville.„Sein Wille war es doch gleich⸗ wohl, den ich vollzog.“ „Ich kenne die ſtolze Unabhäͤngigkeit Eures Charakters; nie haͤttet Ihr Euch zum blinden Werk⸗ zeuge eines Willens gemacht, den Ihr dem Lande * fuͤr verderblich hieltet. Die Befehle des Königs vollziehen laſſen, hieß, ihnen Eure glänzende Bei⸗ ſtimmung geben.“
„Dieſer Gedanke iſt edel und gerecht; Du täu⸗ ſcheſt Dich nicht,“ ſagte Herr von Baville.„Aber weshalb verbargſt Du mir bisher Deine Furcht, Deine Serupel, Deine Zweifel?“
.„Ich wollte nicht eher davon ſprechen, als bis ich einen Entſchluß fuͤr die Zukunft gefaßt hätte.
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