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Herr von Baville, indem er ſich uͤberraſcht ſtellte. „Wie, der huͤbſche Raoul, der beinahe mit Julie er⸗ zogen worden iſt? Oh, dann ſcheint mir nichts na⸗ turlicher,“ fuͤgte er boshaft laͤchelnd hinzu;„Alles erklärt ſich vortrefflich. Sie hatten dieſelben Leh⸗ rer, denſelben Unterricht, und ihr Geſchmack iſt na⸗ tuͤrlich eine Folge der gemeinſchaftlichen Erziehung.“
„Mein Gott, mein Gott, Ihr ſeid recht bos⸗
haft, Oheim,“ ſagte Fräulein von Lamoignon, in⸗
dem ſie ungeduldig und zuͤrnend mit dem kleinen Fuße ſtampfte.
„Ei,“ ſagte Herr von Baville, indem er auf⸗ ſtand und ſich auf die Lehne ſeiner Nichte ſtuͤtzte, mit einem Ausdrucke voll Anmuth und Guͤte, „nun ſagſt Du eben, ſo wie die ganze Provinz, daß ich boshaft bin. Komm, ich will meinen Frieden mit Dir ſchließen; nein, Raoul trägt dieſe Bän⸗ der nicht als Zeichen der Erinnerung an Dich; nein, nein, Du trägſt ſie als ein Zeichen der Er⸗ innerung an ihn! Biſt Du nun zufrieden?“
„Keineswegs, im Gegentheil,“ entgegnete Julie, indem ſie unwillkuͤrlich lächeln mußte.„Was Ihr da ſagt, iſt ja noch viel ſchlimmer.“
„Was kann ich aber thun, um meine Begna⸗
digung zu erwirken?“ fragte Herr von Baville.
„Ach, jetzt habe ich es: wenn Du es mir ver⸗ zeihſt, ſo ſollſt Du mit Meiſter Janet, dem Capi⸗ tain der Stadtmiliz, eſſen, vorausgeſetzt jedoch, daß
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