Teil eines Werkes 
46.-49. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 5.-8. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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räulein von Lamoignon,„daß ich fur dieſe Farbe

ben ſo wenig Vorliebe hege, wie fur eine andere.“

„Wie,“ rief Herr von Baville lachend,„und ſeit Du hier biſt, trägſt Du doch nur dieſe Farbe? Vorgeſtern hatteſt Du an dem allerliebſten Kleide orange Bäͤnder! Geſtern auf dem andern, huͤb⸗ ſchen meergruͤnen Kleide wieder orange Bänder, und in Deinen ſchoͤnen braunen Haaren haſt Du beſtändig orange Bander.— Ei, ei, meine liebe Julie,“ ſagte Herr von Baville, indem er ihr ſcher⸗ zend mit dem Finger drohte,„ich furchte, dieſe Wahl iſt nicht Sache des Geſchmackes, ſondern der Erinnerung.“

„Welche Thorheit,“ ſagte Julie erröthend.

„Höre Bruder,“ ſagte der Intendant zu Herrn von Lamoignon,„Du mußt mir zu Huͤlfe kom⸗ men. Denke nach; haſt Du unter allen Leuten der voruehmen Welt, die Dich beſuchen, nicht irgend eine ſtattliche blonde Peruͤcke, nicht irgend einen blonden Stutzer bemerkt, der auch immer mit Bän⸗ dern von dieſer verliebten Farbe geſchmuͤckt iſt?“

„Warte, warte,“ ſagte Herr von Lamoignon lächelnd und indem er ſich zu beſinnen ſchien.„In der That, der junge Raoul von Courville, ein ſehr guter Edelmann, ein Ehrenmann, und uͤberdies der Sohn meines beſten Freundes, iſt bis jetzt, da Du mich darauf aufmerkſam machſt, wie ich mich beſinne, immer mit dieſer Farbe bedeckt.“

„Wie, Raoul von Courville, der Jugendge⸗ ſpiele Deines Sohnes, mein Bruder,“ ſagte

Krieg in den Cevennen. I. 3

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