Zuſtimmung ſeines Hofes ſo gewiß iſt, wie Herr von Baville es war. Das Intendanturgebäude von Montpellier ſtand, wie erwaͤhnt, auf dem Canourgucplatze. S Dieſes impoſante Gebaͤude, von Quaderſteinen
aufgefuhrt, war, wie faſt alle Häuſer der Stadt, mit einem teraſſenformigen Belvedere verſehen, auf
dem man im Sommer die Friſche des ſogenann⸗ ten Vent-Corbin einathmete, eines Windes, der ſich in der Regel gegen 9 Uhr Abends erhebt.
Zwei Soldaten von der Fuͤſelircompagnie des Intendanten, in grauen Rocken mit rothen Kra⸗ gen, ſtanden vor dem Thore des Hotel Schildwache.
Die Wohnung des Herrn von Baville hatte ein ſtrenges und großartiges Ausſehen. Eine breite Treppe von Languedocer⸗Marmor, deren hohe Kup⸗ pel, einfarbig nach Art des Devitte gemalt war, fuͤhrte zu einer Reihenfolge von 8 Sälen, welche auf der einen Seite in eine lange Gallerie auslie⸗ fen, auf der andern in eine große Bibliothek, die mit einer Kapelle zuſammenhing.
In dieſen gewaltigen Gemächern ſah man we⸗ der brochirte Tapeten, noch goldene Crepinen. Nach den Anſichten des Herrn von Baville paßte ſich die⸗ ſer funkelnde Luxus nicht fuͤr die Wohnung eines Beamten; in einer ſolchen mußte Alles ernſt und impoſant ſein, wie ſein Charakter.
Tapeten, Thuͤrvorhänge, Fenſtergardinen waren daher von amarantfarbigem Sammet, mit breitem
——
—
—„
S
—


