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Sie zogen es vor, ihm in ſeiner Provinz eine ſolche Autorität zu laſſen, daß man ihn dort den Koͤnig von Languedoc nannte.
Der Marſchall von Villars ſagte von ihm:„Er iſt nicht dazu geſchaffen, Intendant der Finanzen und der Juſtiz zu ſein, ſondern General einer Ar⸗ mee, denn er iſt ſtets bereit und hat nie Eile.“
Man kann ſich uͤbrigens jetzt keine Vorſtellung davon machen, mit welcher ungeheuren Vollmacht damals der Intendant einer Provinz verſehen war.
Als Commiſſair und Rath des Koͤnigs, Inten⸗ dant der Juſtiz, der Polizei und der Finanzen, konnte er gegen die Mitglieder der Gerichtshoͤfe, gegen die Geiſtlichkeit, gegen die Maire und gegen die Schoͤppen einſchreiten. Er berief die Verſamm⸗ lungen der Städte und des Volkes, um die Muni⸗ cipalbeamten abzuſetzen, die ihm ſtrafbar ſchienen.
Mit der Oberaufſicht der Kriegsleute beauftragt, ſtanden unter ſeinen Befehlen die Garniſonen, die Milizen, die Prövots, die Balleis, die Seneſchalls; er machte den Rebellen' den Prozeß; er wohnte den Sitzungen des Gouverneurs der Provinz mit berathender Stimme bei und war fuͤr ſeine Hand⸗ lungen nur dem Conſeil des Koͤnigs verantwortlich.
Man begreift wohl, daß eine ſolche Macht der despotiſcheſten Willkuͤr ziemlich nahe kömmt, wenn ſie ſich in Zeiten der Unruhe in den Haͤnden eines Mannes concentrirt, welcher ſeiner Kraͤfte und der


