Teil eines Werkes 
46.-49. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 5.-8. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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„Es ſcheint,“ ſagte der Gerber,„als hätte ſich eine neue Bande dieſer Ungeheuer in der Gegend von Uzés gezeigt. Aber dieſe ſind noch wilder als die andern. Man nennt ſie die ſchwarzen Kami⸗ ſaroen, weil ſie ſich die Geſichter ſchwärzen, um ſich ein noch furchterlicheres Ausſehen zu geben. Sie werden von einem ehemaligen Fleiſcher aus Uzés, Namens Marius, gefuͤhrt. Man ſpricht von nichts, als ihren entſetzlichen Grauſamkeiten.“

„Gott des Himmels,“ ſagte Meiſter Janet,„als ob es mit den gewoͤhnlichen Kamiſarden nicht ge⸗ nug wäre, kommen nun noch außergewoͤhnliche.“

„Hört, Gevattern,“ ſagte der Gerber mit dem Tone

eines Drakels und nachdem er lange uͤberlegt hatte,

ehe er ſprach:„Ich bin zwar eben kein großer Po⸗ litiker, aber mir ſcheint es doch, als koͤnnte man ſie nur dadurch ausrotten, daß man ſie ganz ver⸗ tilgt.“

„In dem, was Ihr da ſagt, Gevatter, liegt et⸗ was Wahres,“ entgegnete der Parfuͤmeriehändler; „ich bin auch Eurer Meinung: Man muß ſie bis auf den Letzten vertilgen.— Mir thun ſie dies Jahr fuͤr mehr als 1000 Piſtolen Schaden.“

„Ich bin vor allen Dingen Chriſt,“ ſagte der Wachshaͤndler, welcher von den vier Spießbürgern die philantropiſcheſten Anſichten zu haben ſchien. „Individuell habe ich gegen die Fanatiker nichts, aber in Maſſe verabſcheue ich ſie.“

„Grade wie ich,“ ſagte der Gerber;„ich habe da⸗