Teil eines Werkes 
46.-49. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 5.-8. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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Allem hegen, was einen Andern ärgern oder verdrießen kann.— Paätten dieſe un⸗ klugen Rebellen Abſcheu vor Allem gehabt, was den Koͤnig, unſern guten Herrn, aͤrgern kann, wuͤrden ſie dann wohl hartnaͤckig die Bekehrung zuruͤckge⸗ wieſen haben, die er von ihnen verlangte? Hätten ſie ſich gefurchtet, zu thun, was den Koͤnig ver⸗ drießt, wuͤrden ſie ſich dann wohl erlaubt haben, ſeine Truppen anzugreif ind zu ſchlagen? Hät⸗ ten ſie ihn gezwungen, gegen ſie, die gemeinen, ver⸗ abſcheuungswerthen Canaillen einen ſo beruͤhmten Krieger zu ſenden, als Sr. Excellenz, der Marſchall von Villars? Nein, nein, ohne Zweifel nicht. Iſt es alſo nicht ein unſchätzbares Werk, welches die verirrten Gemuͤther dieſer fuͤrchterlichen Fanatiker zum Guten hätte zuruͤckfuͤhren koͤnnen, welches dies noch koͤnnte, wollten ſie ſich nur ganz einfach den Regeln der Wohlanſtändigkeit und Artigkeit fuͤgen, welche die Hoͤflichkeit vorſchreibt?“

„Ach ja, aber ſeht, das iſt es grade, was ſie nicht werden thun wollen, mein Capitain und Schwiegervater, denn waären ſie anſtaͤndige Men⸗ ſchen, ſo waͤren ſie eben keine Ungehener,⸗ bemerkte ſehr weiſe Thomas Bignol.

„Mein Schwiegerſohn und Lieutenant, ich habe Euch ſchon einmal gebeten, uns in Ruhe zu laſſen; fahrt Ihr fort, ſo mache ich Euch Platz,“ ſagte der Parfuͤmeriehandler, indem er einen zornigen Blick

auf den verſtummenden Gruͤnſpanhaͤndler warf.

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