Teil eines Werkes 
42.-45. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 1.-4. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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zu ſein und traten roth aus dem ſchwarzen Schat⸗ ten der Gallerie hervor.

Die Sterne glaͤnzten am Himmel; in der Ferne hoͤrte man das Rauſchen des Fluſſes, denn die Kamiſarden bewahrten ein furchtbares, beinahe feier⸗ liches Schweigen. Sie glaubten, einen Strafbaren zu zuchtigen und nicht, einen Unſchuldigen zu morden.

Rechts neben dem gebundenen Erzprieſter ſtand Ephraim, auf ſeine Apt geſtutt; links neben ihm, in eine rothe Tunica gekleidet, die Augen zum Him⸗ mel erhoben, die Arme uͤber der Bruſt gekreuzt, krampfhaft zitternd, ſtand Ichabod.

Der Abt ließ uͤber die drohende Menge einen ernſten Blick gleiten; er hoffte, daß ſein Maͤrtyrer⸗ thum vielleicht von Gott als Suͤhne ſeiner zu gro⸗ ßen Strenge angenommen werden wuͤrde.

Bruͤder, ſagte Ephraim mit ſchallender Stimme,die von Euch, welche in den Block ge⸗ worfen worden ſind, moͤgen Plaß nehmen in der erſten Reihe, denn Euch gehoͤrt er an. Die von den Streitern des Ewigen, welche in ihren Fami⸗ lien getroffen worden ſind, nehmen ebenfalls Platz in der erſten Reihe, denn auch ihnen gehort er an.

Die Befehle Ephraims wurden mit finſterem Schweigen befolgt; der Waldhuͤter von Aygoal lei⸗ tete die Zubereitungen zu dem blutigen Opfer mit entſetzlicher Kaltbluͤtigkeit. Man hätte glauben ſol⸗ len, einen Prieſter zu ſehen, der eine religioſe Feier⸗ lichkeit anordnet.

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