Die Arbeiter hielten einen Augenblick inne; die Verwundeten und Todten wurden an das Ufer des Fluſſes getragen, hinter eine Reihe ven Weiden, welche ihnen Schutz gegen die Flintenkugeln ge⸗ währten.
„Schlaget, ſchlaget ohne Unterlaß an die Pforte des Tempels, und ſie wird ſich öffnen,“ rief Icha⸗ bod, den der Anblick des Blutes außer ſich zu brin⸗ gen ſchien, und eine Axt ergreifend ſchlug er auf die Palliſaden los. Zufällig fielen wieder mehrere Schuͤſſe ohne ihn zu treffen.
„Der Herr iſt mit uns!“ ſchrie Ephraim;„er ſchuͤtzt den, der ſein Wort fuͤhrt.“
Dieſe Worte verdoppelten den Eifer der Bela⸗ gerer; ungeachtet des moͤrderiſchen Feuers, welches ihre Reihen lichtete, arbeiteten ſie wuͤthend an der Zerſtoͤrung der Palliſaden, und ſprachen nur leiſe mit einander, um von den Worten des Propheten und den Befehlen Ephraims nichts zu verlieren.
Dieſes dumpfe Schweigen, nur durch die Flin⸗ tenſchuͤſſe und die Axtſchlaͤge unterbrochen, war ent⸗ ſetzlicher, als das wuͤthendſte Geſchrei hätte ſein können.
Wieder waren zwei Kamiſarden unter dem Feuer der Mikelets gefallen, als Ephraim gebot:
„Bruͤder, einige von Euch mögen ſich auf die Kniee werfen und ſo die Stämme abhauen; die Schuͤſſe der Philiſter können uns dann nicht errei⸗


