— 278—
dermetzelten. Blut fordert Blut. Ichabod, Ichabod, was ſagt Dir der Geiſt? Gebietet er das Opfer?“
Und Ephraim erwartete die Worte des Pro⸗ pheten; dieſer ſprach bald mit heftiger, kurz abge⸗ brochener Stimme, die folgenden Stellen aus dem Buche des Jeſaias:
„Ich gebiete Dir, mein Kind, meine Fahne zu „erheben auf einem hohen Berge, und die Stimme „erſchallen zu laſſen, um meine Krieger zu rufen.— „Ich habe meine Krieger kommen laſſen, damit ſie „die Verkuͤnder meines Zornes ſeien.— Brechet in „Geſchrei aus, denn der Tag des Herrn iſt nahe, und „die Große des Verderbens wird der Gewalt des All⸗ „mächtigen gleich kommen.“
„Der Tag iſt erſchienen, der grauſame Tag, der „Tag des Zornes, des Unwillens und der Wuth, die „Erde zu entvolkern, und zu vertilgen die Bos⸗ „haften.“
„Man wird gieriger ſein nach dem Blute der „Menſchen als nach dem Golde. Wer innerhalb der „Mauern Babylons gefunden wird, muß getodtet
„werden. Alle die, welche es vertheidigen, ſollen fal⸗ „len unter dem Schwerte!“
Je länger Ichabod ſprach, deſto heftiger wurde ſeine Aufregung, deſto ſchneidender und kraͤftiger ſeine Stimme. Der Schweiß rann ihm uͤber die Stirn und als ſein Aufruf vollendet war, ſtutzte er ſich auf Ephraim, als waͤre er gänzlich erſchoͤpft.
———————


