Teil eines Werkes 
42.-45. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 1.-4. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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Pferdes gebunden habe, will ich meines Weges ziehen, und du mit mir.“ Indem ich ſo ſprach, faßte ich mei⸗ nen Mann.—„Meine Bruͤder,“ ſchrie er,„nie⸗ der auf die Kniee und ſtimmt den Befreiungspſalm der Kinder Iſraels an!“— Und die Schreihaͤlſe und Schreihaͤlſinnen— denn es waren auch Weiber

und Kinder mit in der Verſammlung— ſangen

aus voller Kehle ihren verdammten Pſalm nach ei⸗ ner Melodie, welche den Teufel unter die Erde brin⸗ gen koͤnnte.— Ungeduldig uͤber das Geplärre ſprengte der Marquis mit einigen Reitern im Gal⸗ lopp herbei; er wollte die Sänger mit Kolbenſchläͤ⸗ gen zum Schweigen bringen, aber das nutzte nichts; ſie haben im Puncte der Religion ein zu dickes Fell. Trotz aller Kolbenſtoͤße ſangen ſie fort, nur daß ſie bei jedem Puffe detonirten, um einem die Ohren zu zerreißen. Als der Pſalm zu Ende war, ſagte der Prediger, den zwei meiner Dragoner zu binden anfingen, zu dem Herrn Marquis:„Im Na⸗ men des lebendigen Gottes proteſtire ich gegen die Gewaltthat Eurer Soldaten. Wir ſind harmlos und beten Gott an, wie unſere Väͤter ihn angebe⸗ tet haben; laßt uns frei.“—„Ja, ja, laßt uns frei, wir thun nichts Boͤſes,“ wiederholten die Pſal⸗ menſänger.„Im Namen des Koͤnigs, geht augen⸗ blicklich auseinander, oder ich laſſe auf Euch ſchie⸗ ßen, wie ich ſchon hätte thun ſollen,“ antwortete mein Capitain.— Was Ihr aber nimmermehr werdet glauben wollen, mein gnädiger Herr, iſt, daß