dieſes bibliſchen Citates, auf die fruͤheren religiöſen Inſurrectionskriege angewendet, zu erregen hoffte.
Aber Alle ſaßen mit finſtern Geſichtern da. Die Großmutter faltete vor Schrecken die Hande, als ſie ihren Enkel ſo verwegen ſprechen hörte, und Frau Cavalier richtete zitternd die Blicke wechſelsweiſe auf ihren Mann und auf ihren Sohn.
Allein ruhig in der Mitte dieſes Familienauf⸗ trittes antwortete der Pächter dem Johann Cavalier ſehr ernſt:
„Mein Sohn darf keine andere Herrſchaft an⸗ rufen, als die, welche Gott mir uͤber ihn verliehen hat. Ich gebiete, und er gehorcht. Ich habe mit ihm zu ſprechen; er erwarte mich auf meinem Zim⸗ mer“, fuͤgte er mit ſehr herriſchem Tone hinzu.
Ungeachtet ſeiner Zuverſicht, ungeachtet ſeines gluͤhenden Charakters, verließ Johann Cavalier ſtumm den Tiſch, und gehorchte, ohne es nur zu wagen, dem ſtrengen Blicke ſeines Vaters zu begegnen; ſo viel Herrſchaft uͤbte die Gewohnheit unbedingter Un⸗ terwuͤrſigkeit aus ſeiner Kindheit noch jetzt auf ihn.
Als die Mahlzeit unter dem truͤbſten Schwei⸗ gen beendet war und der Pächter das Gratias ge⸗ ſprochen hatte, ging er zu ſeinem Sohne.


