Teil eines Werkes 
42.-45. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 1.-4. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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Ich halte mich fuͤr einen eben ſo guten Proteſtan⸗ ten, als er iſt; meine Buͤchſe trifft eben ſo ſicher und traͤgt eben ſo weit, als ſeine lange Flinte, aber, beim Himmel—“

„Genug, mein Sohn“, ſagte der Greis.

„Aber—“

„Genug“, wiederholte der Pächter, indem er mit der Hand eine ſo gebieteriſche Bewegung machte, daß der junge Mann errothend verſtummte.

Alle Tiſchgenoſſen hatten den Blick geſenkt, ſo unehrerbietig ſchienen ihnen die Antworten Johann Cavaliers.

Nach einigen Minuten des Stillſchweigens nahm der Greis zu ſeinem Sohne gewendet das Wort:

„Haſt Du heute die Aufſicht uͤber die Heuernte im Thale St. Eulalie gefuͤhrt? Wie viel Fuder ſind geladen worden?“

„Ich weiß nicht, mein Vater“, erwiderte Ca⸗ valier etwas verlegen;„ich bin nicht dort geweſen.“

„Und weshalb das?“ fragte ſtreng der Greis.

„Es iſt morgen das Feſt der Buchſenbruͤder⸗ ſchaft, und da ich ihr Hauptmann bin, mufßte ich nach Saol gehen, um die Scheiben aufſtellen zu laſſen.“

WMit noch drohenderem Tone fuhr der Paͤchter fort:

„Haſt Du geſtern bei der Ruͤckkehr von dem

Felde den Viehſtund in der Meierei von Vives⸗ Eaux gezählt?“