Teil eines Werkes 
42.-45. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 1.-4. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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er über die Arbeiten, welche die Zeit in Anſpruch nahm, entweder Fragen oder Rathſchläge an ſie.

Eine hochbejahrte Frau, deren ehrwuͤrdiges Ge⸗ ſicht der Schmerz zu entſtellen ſchien, ſaß auf einem Armſtuhle vor dem Pachthofe; ſie betrachtete mit einer Art ſanſter Melancholie die letzten Strahlen des ſo friedlich ſcheidenden Tages.

Als die Bezahlung der Arbeiter beendet war, naͤherte ſich die Frau des Hieronimus Cavalier die⸗ ſer bejahrten Frau und ftagte mit herzlicher Theil⸗ nahme:„Wie befindet Ihr Euch, Mutter?“ „Noch immer ſehr ſchwach, meine Tochter, aber der ſchone Tag belebt mich etwas.“ Dann fugte ſie hinzu:„Wo ſind denn meine Enkel? Sie feh⸗ len mir hier an meiner Seite.“

Von ihrer Mutter herbeigerufen, ſetzten Cöleſte und Gabriel ſich zu den Fuͤßen der Großmutter nieder, welche voll Liebe ihre zitternden Hände über die hubſchen blonden Köpfe gleiten ließ.“

Hieronimus Cavalier, der neben ſeiner Frau ſtand, welche ſich auf ſeinen Arm ſtutzte, laͤchelte dem lieblichen Bilde freundlich zu. Eine Magd, gleich ihrer Herrin ganz ſchwarz gekleidet, meldete, daß das Eſſen aufgetragen ſei.

In jener Zeit beobachteten die Proteſtanten ge⸗ wiſſenhaft das gemeinſame Mahl. Der Greis, von Gabriel unterſtutzt, trug den Armſtuhl der Großmutter vorſichtig in das Haus, und die Arbeiter folgten ihrem Herrn.

Krieg in den Cevennen. 2