len auf die Schultern herab. Er trug eine Weſte und ein Wamms von braunem Cadis*), aus der Wolle ſeiner Schafe gemacht, und große Kamaſchen von weißer Leinwand. Neben ihm ſaß ſeine Frau, gekleidet in ein Gewand von ſchwarzer Serge.
Auf den Knien hielt ſie einen großen ledernen Beutel voll Geld, aus welchem Hieronimus Cava⸗ lier von Zeit zu Zeit ſchöpfte, denn dieſer Tag war ein Sonnabend, und nach dem Landesgebrauche zahlte der Pächter jedem Arbeiter ſeinen Wochen⸗ lohn.
Alle ſeine Leute gehoͤrten zu der reformirten Re⸗ ligion. Sei es nun, daß die Anweſenheit ihres ſ Herrn ihnen imponirte, ſei es, daß ihre Gewohn⸗ heiten dies mit ſich brachten, genug, alle ſahen nach⸗ denkend und beinahe traurig aus.
Gewandt und kräͤftig wie alle Bergbewohner, verriethen ihre Blicke eine kalte, aber energiſche Ent⸗ ſchloſſenheit. In weite Kaſacken von grober wei⸗ ßer Leinwand gekleidet, die Fuͤße nackt oder mit Sandalen verſehen, welche mit Schnuͤten an den Fuͤßen befeſtigt waren, den Kopf ehrfurchtsvoll ent⸗ bloßt, hielten ſie ihre Filzhoͤte in der Hand, und gingen einzeln an dem Pächter voruͤber, um das Geld, das er vertheilte, in Empfang zu nehmen; dabei richtete
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*) Cadis eine Art Tuch, das in Languedoc fabricirt wurde,


