zu den Augen herauf, und gab ihm ein ſo wildes Ausſehen, daß man ihm den Beinamen: der Bär von Aygoal, gegeben hatte. Sein Geſicht war olivenfarbig. Ein breiter Streifen einer Wolfshaut ſchlang ſich zwei Mal um ſeine Stirn, und hielt das dichte krauſe ſchwarze Haar gegen den Kopf⸗ Seine ſchwarzen Augen, die tief in ihren Hoͤhlen lagen, funkelten in finſtrem Glanze. Er war von Mittelgröße, ſtand in der Kraft ſeines Alters, und der gedrungene Bau ſeiner Glieder verrieth eine her⸗ kuliſche Kraft, eben ſo wie ſeine breiten, leicht ge⸗ woͤlbten Schultern.
Ephraim floͤßte in ſeiner Gegend eine furchtſame Verehrung ein; man kannte ſeinen Muth, ſeine ſtrengen Sitten, ſeine Froͤmmigkeit. Er bewohnte eine mitten im Walde gelegene Huͤtte und lebte in der tiefſten Einſamkeit; ſeine kurze, kuͤhne, poetiſche, beinahe immer mit finſtern, der Bibel entlehnten Bildern, ausgeſchmuͤckte Rede uͤbte eine gewiſſe wilde Autorität uͤber die Hirten und Holzhauer des Ge⸗ birges; ſie betrachteten ihn wie einen Heiligen, und näherten ſich ihm nie ohne ein ehrfurchtsvolles Schrecken.
Auf Ephraims gebietende Stimme blieben die Hunde einige Schritte vor dem Wolfe ſtehen, den ſie wuͤthend anbellten.
Ephraim erreichte ſie, ſprang vom Pferde, wel⸗ ches, weit entfernt davonzulaufen, ſeinem Herrn mit verſtäͤndiger Miene folgte.


