ſaßen zwei Kinder von dreizehn und vierzehn Jah⸗ ren, an dem Ufer des Fluſſes, unter einer kleinen Laubgrotte, welche verſchlungene Zweige der Wei⸗ den, untermiſcht mit Epheu und bluͤhendem Weiß⸗ dorn, bildeten.
Eine breite Durchſicht, am Saum des Waldes ausgehauen, ließ in der Ferne einen Theil von Klein⸗Candan erblicken.
Im Thale zerſtreut weideten eine große Menge Schafe das gruͤne, uͤppige Kraut.
Dieſe Weiden zogen ſich in ſanftem Abhange bis zu dem Gipfel eines Huͤgels, der durch die letz⸗ ten Erhebungen des Berges Aygoal gebildet wird. Ein finſterer Wald begrenzte den Horizont; aus ſeiner Mitte erhob ſich traurig und einſam der hohe Thurm des Schloſſes Mas⸗Arribas.
Gabriel Cavalier, das aͤlteſte der beiden Kinder, deren wir erwaͤhnten, war ein kleiner Hirtenknabe von ungefähr vierzehn Jahren; ein lederner Guͤrtel hielt um den Leib ſeine Caſacke von weißer Lein⸗ wand zuſammen, die gewoͤhnliche Tracht der Ceve⸗ nolen. Neben ihm lagen ſein Querſack, ſein breit⸗ randiger Strohhut, ſein eiſenbeſchlagener Schäfer⸗ ſtab, einige Schnuͤre, Angeln, und ein Korb mit mehreren ſchoͤnen Forellen, die er in dem Gardon geangelt hatte.
Seine Zuͤge trugen neben ſeltener Schoͤnheit einen ſanften uud traͤumeriſchen Ausdruck; ſeine langen Haare waren blond und gelockt, ſeine Au⸗


