Teil eines Werkes 
42.-45. Theil, Die Fanatiker oder Der Religionskrieg in den Cevennen : historischer Roman : 1.-4. Bändchen (1840) Jean Cavalier, ou Les Fanatiques des Cevennes
Entstehung
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gen blau, ſeine Farbe durch die Gebirgsluft ge⸗ braͤunt.

Ein kleines Mädchen von zwolf bis dreizehn Jahren, in einem Kleide von weißer Leinwand, ſaß neben Gabriel. Sie hatte einen Arm um den Hals des kleinen Hirten geſchlungen. Sie glich dieſem ſo ſehr, daß man in ihr ungeachtet ihrer feinern Zuͤge, ihrer weißern Haut, ihrer weichern Haare, leicht ſeine Schweſter erkannte.

Cöleſte und Gabriel hatten ihr Haupt ſpielend mit Kränzen von Veilchen und wilden Narciſſen umwunden. Sie badeten die niedlichen unbekleide⸗ ten Fuͤße in dem friſchen, klaren Waſſer des Fluſ⸗ ſes, und in Silberkreiſen ſchloß ſich daſſelbe um ihre Beine von antiker Form und Reinheit.

Nicht weit von dieſer lieblichen Gruppe putzte eine zahme Taube, weiß wie der Schnee, ihr noch feuchtes Gefieder zierlich mit dem roſigen Schnabel.

Die beiden Kinder ſchienen nachdenkend und traurig zu ſein; ſie ſprachen nicht mit einander, ſondern ſchienen in eine tiefe Betrachtung der koͤſt⸗ lichen Landſchaft verſunken zu ſein, die ſich vor ih⸗ ren Augen entrollte.

Woran denkſt du, Schweſter? ſagte endlich Gabriel, indem er Coͤleſte zärtlich anblickte.

Ich denke an das Zuſammentreffen des jun⸗ gen Tobias mit dem Engel Raphael; wann wer⸗ den auch wir einen Engel finden, der uns

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