Teil eines Werkes 
15. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 5. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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offne Herz Pauls, und liebe mich? Nein, im Ge⸗ gentheile; ich ſagte zu Alice: Es iſt eine Seele, rein und keuſch wie die Deine; ſuche ſie auf, lerne ſie kennen und verſtehen, und liebe ſie; denn meine Seele, junges Maͤdchen, iſt finſter, leer, kalt.— Nun gut, deſſen ungeachtet, oder eben deshalb, Paul, hat ſie Dich verlaſſen, und ſich an mich angeſchloſſen, denn das lag in ihrer Natur als Weib;— deshalb hat Alice, im Kloſter erzogen, und im Beſitze aller Tugenden und edeln Geſin⸗ nungen, mich Dir vorgezogen. Ein verderbtes Weib wuͤrde nicht einen Augenblick gezoͤgert haben: ſie haͤtte Dich gewaͤhlt, Kind.

»Du ſprichſt davon, mich zu toͤdten, Paul! War ich es, oder der Hunger, welcher den Gehor⸗ ſam in Empoͤrung, die Liebe in Haß, die Schaam⸗ haftigkeit in verliebte Raſerei verwandelte? Habe ich nicht alle Eure Entbehrungen getheilt? Habe ich nicht, gleich Euch, mein Leben gewagt? Mein einziger Vortheil war, daß ich mit kaltem Blute ſahz denn ich habe Dir bereits geſagt: Nichts uberraſcht mich, weil ich auf Alles gefaßt bin.«

vvAber was wollen Sie denn von mir?46 ſagte Paul mit unſicherem Tone.

»Hoͤre, Paul. Du biſt ſechzehn Jahre alt, ſchoͤn, muthig; um die Welt zu haſſen, haſt Du die furchtbarſten Gruͤnde, welche je auf dem Haup“ eines Menſchen zuſammengehaͤuft wurden. Dei Beduͤrfniß der Rache muß ſcharf und unve ſoͤhnlich ſein; denn die Menſchen haben D