Teil eines Werkes 
15. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 5. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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mit Gold, Rubinen, Perlmutter und Lapis lazuli geſtickt zu ſehn.

In der Mitte dieſes Gitterwerks erhob ſich, durch kunſtvoll geſchnitzte Rohrſtäͤbe getragen, eine kleine Platte, welche ziemlich dick, und mit wei⸗ ßem Baumwollenzeuche belegt warz Roſenblaͤtter machten dies Lager weich und wohlduftend.

Hierher, in die Mitte der Blumenblaͤtter, legte Leila das heilige Ei.

Dann ergriff ſie eine Art Pſalter, welche an zwei Schnuͤren von einem Bambusſtabe herab⸗ hing, und brachte darauf einen Ton hervor, der einen Augenblick das Geſchrei der Vogel uͤber⸗ ſchallte. Dann hing ſie das Inſtrument wieder auf, und entfernte ſich von dem Heiligthume, ruͤck⸗ waͤrtsſchreitend, die Haͤnde uͤber der Bruſt gekreuzt, eine maldiviſche Hymne ſingend.

Je weiter das junge Mädchen ſich von dem heiligen Orte entfernte, deſto mehr daͤmpfte ſie, dem Gebrauche gemaͤß, ihre Stimme, ſo, daß ſie, an der Thuͤre des Tempels angekommen, nur noch leiſe murmelnd das letzte Wort der Hymne aus⸗ ſprach.

Sobald das Stillſchweigen verkundete, daß der Anbeter Lari's ſich entfernt habe, trat der Oberprieſter, Barca⸗Gana, aus ſeinem Gemache, welches an der Seite des Tempels lag, hervor, näherte ſich dem Vorhange, ſah das Ei, und ſank nieder auf die Knie.