Teil eines Werkes 
15. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 5. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Barca⸗Gana war ein Mann von ſechzig Jah⸗

ren, von dunkler Olivenfarbe, und ſeine Auge blitzte

unter langen Augenwimpern hervor.

Die letzten Anhaͤnger eines irrenden Stammes, von dem perſiſchen Golfe heruͤber gekommen, lie⸗ ßen ſich in den unzugaͤnglichen Bergen von Burnu nieder, und Barca⸗Gana brachte hierher den Aber⸗ glauben ſeines Geburtslandes mit; gleich vielen Secten der Aegypter, Hindu und Perſer, betete er Gott in dem Geſchoͤpfe anz der Kranich war der heilige Vogel dieſer Goͤtzendiener.

Barca⸗Gana war in einen weiten gruͤnen Kaftan gekleidet, welcher ihn ganz verhuͤllte; von dem Kopfe hing ein Schleier von orangem Krepp

herab, mit goldenen, edelſteinbeſetzten Agraffen be⸗

feſtigt.

Er nahte ſich dem kleinen Kiſſen, auf welchem das goͤttliche Ei, das Ei des Kranichs lag, und nach mehreren Kniebeugungen begann er, nach ei⸗ nem einfoͤrmigen, abgemeſſenen Rhythmus, in mal⸗ diviſcher Sprache ohngefaͤhr folgende Worte:

Oeffne das Heiligthum; es iſt ein Strahl der Flamme des Himmels, ein Atom ſeines Lich⸗ tes, eine Funke ſeines Feuers.

Erwaͤhlter des großen Scheikhs der gruͤnen Thaͤler, du der du den Keim mit deinem Hauche befruchteſt!

Oeffne das Heiligthum.