verbunden waren. Kaum konnte man aber dieſe Schnuͤre erblicken; denn einige glaͤnzende Wuͤrmer, welche die Reiher, deren Neſter ſich hier befanden, herbeizutragen pflegten, waren das einzige Licht, welches dieſen dunkeln Ort erhellte.
Wenn man dieſe Neſter, von einem blaͤulichen Scheine umzogen ſah, haͤtte man faſt vermuthen koͤnnen, daß der Schein von Schnuͤren koͤſtlicher Saphire herruͤhre.
Leila ſchritt gegen das innerſte Heiligthum
vor.
Im Hintergrunde des Tempels, dieſen ſeiner ganzen Breite nach durchſchneidend, hing ein pur⸗ purrother Vorhang von tuͤrkiſchem Damaſt, mit goldenen Blumen durchwirkt. Er ſchien einen Schatz von Licht zu verbergen, denn dunkelrother Schein verbreitete ſich von ihm aus uͤber die naͤch⸗ ſten Bambusſaͤulen; die weiter entfernten Soͤulen waren ſchwaͤcher und ſchwaͤcher erleuchtet, bis ſie
zuletzt ganz in das Dunkel zuruͤck traten.
Ganz in der Naͤhe des Vorhanges erhob ſich eine leichte Balluſtrade, welche den Eintritt in
das Heiligthum zu verwehren ſchien.
Die elegante Galleric war mit wunderſamen Arabesken geſchmuͤckt, welche aus Pfauen⸗, Koli⸗ bri⸗ und andren Vogelfedern gebildet waren; die tauſend glänzenden Farben dieſer ſchoͤnen 5en waren auf dunkelm Grunde ſo kunſtvoll ange⸗ brcht, daß man glauben mußte, ſchwarzen Sammt,
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