Teil eines Werkes 
14. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 4. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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und des Elends. Er bedarf uͤppiger, berau⸗ ſchender Genuͤſſe, der Wohlgeruͤche der Blumen und koͤſtlicher Weine. Alle wirklichen oder ge⸗ traͤumten Genuͤſſe muß man auf einen einzigen zu⸗ ſammendraͤngen, damit den goldenen, von Edel⸗ ſteinen funkelnden Becher fullen, und dann, nach⸗ dem man dieſe Ambroſia bis auf den letzten Tro⸗

pfen geſchlurft, ſagen: Der Becher iſt leer!

Lebe wohl! Denn nur dann wird das Leben zum Ekel,

wenn es alle Sinne abgeſtumpft hat.

Aber in der Mitte der abſcheulichſten Uebel, wenn dem Menſchen kaum noch ein Hauch des Lebens bleibt, o! dann pflegt man dieſen, dann ſucht man ihn, den letzten Funken, wieder zur Flamme anzublaſen.

Auch hielten ſie feſt am Leben, die am Bord des Floſſes waren; um die dreißig noch Lebenden zu naͤhren, blieb nichts, als drei Brode und ein kleines Fäßchen Wein.

Durch einen allgemeinen Beſchluß konnten dieſe Ungluͤcklichen der ſchrecklichen Eriſtenz ein Ziel ſetzen; aber nein nein man mußte leben, le⸗ ben von Thraͤnen, Haß, Marter und Verbrechen; aber was that das? Man lebte doch der Lebensinſtinct verlangte es ſo.

Es gab nicht mehr Vater und Sohn, Matro⸗ ſen und Offiziere, Frauen und Maͤdchen; nur

Menſchen, welche Hunger hatten, gab es noch,