Und ſchon fuͤnf Tage währte dieſer Sturm.
Es war auch nicht mehr die muntere, tapfere, gehorſame Equipage des Salamander, welche ſich auf der gebrechlichen Maſchine befand; es war eine abſcheuliche, verwuͤnſchte Menſchenmaſſe.
Es waren Weſen ohne Namen, farblos, ver⸗ weſend, vom Waſſer durchnaͤßt, mit gluͤhenden, wilden Augen, langem Barte, zerlumpter Kleidung, und einem abſcheulichen Laͤcheln auf den geſprun⸗ genen, blutenden Lippen; denn ſeit fuͤnf Tagen wurden ſie auch vom Hunger verzehrt.
Es waren Menſchen, der ganzen gebieteriſchen Gewalt des Todes hingegeben; außer dem In⸗ ſtinct der Lebenserhaltung war bei ihnen Alles todt.
Es gab keine Hoffnung mehr ſ ain einem ſchleunigen Tode.
Doch nein. Der Hunger zerriß ihre Einge⸗ weide; der Durſt verbrannte ihre Gurgel; ihre Wunden, friſch und blutig, wurdel durch das ſcharfe Salz des Seewaſſers noch ſchmerzender; ſie haben die Wuth im Herzen und die Gottes⸗ läſterung im Munde; aber dennoch halten ſie feſt am Leben, mit krampfhafter Gewalt. Bis auf dieſen Punkt gekommen, war der Selbſtmord ih⸗ nen unmoͤglich; denn zum Selbſtmorde gehoͤrt Ueberlegung, und ſie uͤberlegten nicht mehr.
Und dann entſteht auch der Gedanke an den Selbſtmord ſelten in der Mitte de Entbehrungen


