Teil eines Werkes 
14. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 4. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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dem Ringe Ihrer Mutter nenne ich Sie vor Gott meinen Verlobten. Paul, wenn ich Sie betruͤgen könnte, wäre ich nichtswurdig, hoͤren Sie, Paul? nichtswuͤrdig! Sie koͤnnen alſo, mein Herr, ſich einen Begriff von meiner Freude, meinem Ent⸗ zuͤcken machen. Ich wagte nicht, ſo viel von ihr zu hoffen, ich forderte nicht ſo viel. Weshalb haͤtte ſie mir es geſagt, wenn es nicht wahr ge⸗ weſen waͤre? Sie hatte durchaus keinen Grund, mich zu betruͤgen. Nicht wahr?— Und dennoch, dieſen Morgen, ach!— dieſen Morgen— 46 und Paul verbarg den Kopf in beide Haͤnde.

„Nun, Paul« fragte Szaffie kalt, vdieſen Morgen giebt Alice Ihnen Ihren Ring zuruͤck und ſagt: Paul, vergeſſen Sie mich. 4

Paul fuhr empor, als wenn ihn eine Schlange geſtochen hatte..

vSie wiſſen das?46

„Ja. Habe ich Ihnen nicht geſagt, daß das Herz des Weibes ſo geſchaffen ſei? Paul, Sie ſind jung, Sie haben eine edle, reine vertrauende Seele. Sie glauben an Alles, Sie bewundern Alles; aber hier ſehen Sie vor ſich einen Mann, der keiner troſtlichen Ueberzeugung mehr faͤhig iſt, der an nichts mehr glaubt, nichts mehr lieben kann, ſondern die Menſchheit unverſoͤhnlich haßt.«

Und Szffie ſchien ſich zu vergroͤßern, je wei⸗ ter er ſeinen abſcheulichen Charakter enthuͤllte.

„und Du haſt geglaubt, Du waͤreſt geliebt?