glucklich zu ſein, muß man in dem Weibe nichts als ein Ding erblicken; um ſeiner Eigenliebe zu genuͤgen, oder gegen Betrug geſichert zu ſein, es nur ein Mal beſitzen und dann ſagen: danke, oder lebe wohl, und haͤufig wechſeln.«—
Aber wenn man liebt; wenn man mit Ent⸗ zucken, mit Leidenſchaft liebt c
„Sie fragen nach dem Mittel, gluͤcklich zu ſein? Das wahre Gluͤck iſt negativ: es beſteht in der moraliſchen Fuͤhlloſigkeit. Man muß da⸗ her auch ſchnell, gleichviel wann und bei wem, dieſes Uebermaaß und Entzuͤcken, von dem Sie ſprechen, abnutzen.«
Aber, in des Himmels Namen, was bleibt dann uͤbrig?66
„Dann? Sinne, die zu befriedigen ſind, ſo viel man Sinne hat, und ſpaͤter der Zeitvertreib, mit kaltem Blute die unerklaͤrlichen Weſen zu analyſiren, und ſie nach Belieben von den unbe⸗ deutendſten Gefuͤhlen, den ſanfteſten, zu den leb⸗ hafteſten, ſchmerzlichſten, zu treiben; dann, ihnen zu erzaͤhlen, daß unſere Leidenſchaft nichts war, als pſychologiſches Studium, daß wir aus ihrer Seele, mochte ſie nun gluͤcklich oder leidend ſein, ein Buch bildeten, in welchem wir laſen, und das wir, nachdem wir es geleſen hatten, nach Gut⸗ duͤnken entweder zuſchlugen oder zerriſſen. 4
Paul war in einem Zuſtande, der ſich unmoͤg⸗ lich beſchreiben läßt. Zum zweiten Male hatte


