Teil eines Werkes 
14. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 4. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Ein alter Hindu⸗Vers ſagt: Auf Alles ge⸗ faßt ſein, um uͤber nichts zu ſtaunen.«

„„Aber das iſt der Zweifel, die Unglaͤubig⸗ keit, welche das Herz verzehrt. c4

„Ja, Paul, ſo lange man noch ein Herz hat. Aber nachher, wenn man kein Herz mehr hat, wenn es ausgedoͤrrt, fuͤhllos, kalt, todt iſt, dann ſpottet man des Betruges der Welt, denn dann iſt dieſes

Herz nur noch eine fuͤhlloſe Maſſe, welche man

dem Spiele der Welt hinwirft und dabei lacht.«

„Aber das iſt abſcheulich! 46 ſchrie Paul, wie außer ſich.„vUm geliebt zu werden, ſind alſo Tugend, Liebe, Keuſchheit, Ehre, nichts? So waͤre Verderbniß, Laſter erforderlich? 66

„Ja, Paul; das Laſter, das anmuthige La⸗ ſter, gefaͤllt den Frauen ſehr. Das Laſter genuͤgt zu einer gewoͤhnlichen Verbindung; doch zu einer großen, wilden Leidenſchaft, zu einer heißen, gluͤ⸗ henden, iſt das Verbrechen erforderlich.

„Eine verderbte Seele reizt und unterhaͤlt ſie, eine verbrecheriſche erſchreckt ſie. Bei den Weibern aber iſt die Liebe faſt immer Schrecken oder Neu⸗ gier. Lauzun und Richelieu ſind fuͤr das Laſter, die kuͤhnen Raͤuber Calabriens und Spaniens ſind fuͤr das Vberrechen meine Beiſpiele, Paul.«

vAlſo, cc ſagte Paul, deſſen Herz von dem

entſetzlichen Gefuͤhle zuſammen gezogen wurde, vvum mit ihr gluͤcklich zu ſein— 44 »Oh, Paul! da verlangen Sie viel. Um

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