Teil eines Werkes 
12. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 2. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Es bedarf der Fluͤche der Schimpfenden, der Zan⸗ kenden, Worte der Herausforderung, Klatſchen der Ohrfeigen, Todesbetaͤubung. Das Geklirr der Degen, welche ſich kreuzen, iſt gleichfalls von be⸗ wundernswuͤrdiger Bedeutung; aber leider hoͤrt man es nur ſehr ſelten in einem ſolchen Concerte. Auch der Klang der Glaͤſer und Bouteillen, welche zerſchmettern, das Kreiſchen der Gabeln, mit welchen die Betrunkenen auf den Tellern kritzeln, iſt hierzu nothwendig.

Auch in dieſer Harmonie iſt Alles wichtig, noͤthig, um ein Ganzes hervor zu bringen, auch ein Kuß, im Dunkeln gegeben und genommen, iſt hierzu erforderlich.

Und dieſe ganze vollſtimmige Harmonie ertonte auch in dem großen Saale des Gaſthauſes zum heiligen Marcellz ſo vollſtaͤndig, bizarr und ent⸗ ſetzlich, wie die namenloſen Toͤne, welche in Dan⸗ te's Hoͤlle den Verdammten entſchluͤpfen.

Denn die Matroſen des Salamander waren von der Natur ſo gluͤcklich begabt, daß ſie auf bewundernswuͤrdige Weiſe die verſchiedenen Stim⸗ men des Chors improviſirten, der in dem Gaſt⸗ hofe des ehrwuͤrdigen Marius aufgefuͤhrt wurde.

Brave Muſiker, geboren fuͤr eine ſolche Muſik!

Aber es war nur wenig, die Muſik zu hoͤren, man mußte auch das Gemaͤlde ſehen; denn wenn

die Orgien ihre eigne Melodie hatten, ſo fehlte es ihnen auch nicht an einer eigenthuͤmlichen Farbe.