Teil eines Werkes 
12. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 2. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Liebt ihr nicht dieſe verſchiedenen, ſich entge⸗ gengeſetzten Toͤne, die doch wieder zu einem ver⸗ klingen, zu bewundern? Löſen ſie ſich nicht Alle zu einer entzuͤckenden Melodie auf, die ſanften, klagenden Toͤne der Clarinette, die ſchneidenden Flaͤnge der Saiteninſtrumente, der reine Geſang der Floͤten, der ſonore Klang der Harfe, das kraf⸗ tige Donnern der Pauken welch' ein Contraſt der Toͤne! Und wenn man bedenkt, daß Alle ſich zuſammen vereinen, daß Alle von gleicher Wich⸗ tigkeit ſind, die Harmonie vollſtaͤndig, ausdrucks⸗ voll und großartig zu machen!

Wenn ihr das Alles liebt, ſo werdet ihr auch die ungeheure donnernde Stimme des Bacchusfe⸗ ſtes, welche in dem Gaſthofe des heiligen Mar⸗ cell ertoͤnte, bewundern.

Aber ich ſchwoͤre es euch, in der wilden Har⸗ monie war kein einzelner Ton heraus zu erkennen; aber auch ſie hat ihre Forderungen, ihre Regeln; wahre Orgien ſind ſo ſelten! Es muß ſich ſo viel vereinigen, um ihre Melodie vollſtändig zu machen.

Es iſt Alles erforderlich, von dem freundlichen

Gelächter bis zum Feuer der Wuth; von dem hei⸗ tern Liedchen bis zu Verwuͤnſchungen und Gottes⸗

laͤſterungen; das gellend durchdringende Schreien der Wuth; Frauenſtimmen, hell und klar. Es ſind dazu die dumpfen Seufzer der Maͤnner erfor⸗

derlich, welche beſinnungslos zu Boden ſturzen.