meine Frau iſt todt; aber ich leide Alles geduldig, denn du biſt gerecht; und wenn ich einſt, nach⸗ dem ich, ohne zu murren, die Pruͤfungen getra⸗ gen, die du mir auferlegteſt, mein Leben ende, werde ich dort oben meine Mutter, meine Frau, meine Kinder, wiederfinden. Ich ſehne mich nicht nach dem Tode; aber wenn du ihn ſendeſt, ſo werde ich ihn ſegnen.«
Einem ſo betenden Menſchen zu ſagen:„Wenn Gott iſt, ſo hoͤrt er dich doch nicht; er beſchaͤftigt ſich mit der Schoͤpfung und nicht mit dem Ge⸗ ſchoͤpfe. Deine Familie iſt todt— Nichts!— nach deinem Tode— Nichts! Cabanis und Bi⸗ chat haben es bewieſen. Immer und uͤberall Nichts!— Verſtehſt du? Alſo, ſtatt zu hoffen, vergiß. Der Tod iſt das Ende aller Dinge. Lei⸗ deſt du zu viel, ſo haſt du die Seine! Beklage dich daher nicht, Sybarit lK
Nun, wer kalten Muthes eine Seele getodtet hat, die ſo voll Leben und Hoffnung war; wer mit mathematiſcher Berechnung einen ſolchen Men⸗ ſchen zum Selbſtmorde trieb, unausweichliche Folge des moraliſchen Todes und der Ausrottung jedes Glaubens;— wer dies that, ſollte weniger ſtraf⸗ bar ſein, als der Aufbrauſende, Eiferſuchtige, der ſeine Geliebte oder ſeinen Feind toͤdtet?
und unter dem Gewichte dieſer grauſamen Ent⸗
zauberung wollte Szaffie die Seele Pauls er⸗ druͤcken.


