Teil eines Werkes 
13. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 3. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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reine, keuſche Exaltation, jenen Glauben an Gott, welchen die Vorſehung in das Herz jedes jungen Menſchen legt, ab. Bis zum Greiſesalter be⸗ wahrt Einer dieſe goͤttlichen Gefuͤhle, waͤhrend der

Andere ſie an einem Tage verſchwendet.

Szaffie hatte ſie verſchwendet, und fuͤhlte

ſeine Seele leer und trocken, als er noch nicht zwanzig Jahre alt war.

Der Erfolg bei den Weibern war ihm ſo leicht geworden, daß er ſie verachtete; er ſuchte andere Genuͤſſe in dem Ehrgeize, und ein ſonder⸗ bares Mißgeſchick, welches ſich vielleicht durch die Sitten der Zeit erklaͤren laͤßt, machte, daß ihm auch auf dieſer neuen Bahn alles gelang.

Nun begann er auf Maͤnner und Frauen mit

gleicher Verachtung herabzublicken. Denn durch einen ſonderbaren Widerfpruch in unſerer Conſti⸗ tution pflegen eben die am meiſten auf die Men⸗ ſchen zu ſchmaͤhen, welche ſie gerade am meiſten loben ſollten.

Begreiflich iſt es uͤbrigens, daß der Menſch, der ausgezeichnete zumal, Augenblicke bitterer Traurigkeit hat, tiefer Entmuthigung, deren Grund⸗ charakter die Verachtung ſeiner ſelbſt iſt.

Wenn er dann denkt, daß er, in ſeinen eige⸗ nen Augen ſo verachtungswerth, von der Welt verzogen, geſchmeichelt, faſt vergoͤttert wird, wahr⸗

ſie haſſen!

lich, dann muß er dieſe Welt ſehr verachten