welche tödten muͤßte, währte ſie laͤnger;— und doch bleibt Ihr immer Meiſter Eurer ſchlum⸗ mernden, fluͤchtigen Geiſteskraft. Mit einem Ge⸗ danken verwandelt Ihr das abſcheuliche Bild in eine entzuckende Viſion der Liebe, der Weiber, des Ruhmes.
Habt Ihr dann in jener hohen Sphaͤre ge⸗ ſchwebt, und die goͤttlichen Genuͤſſe des Geiſtes gekoſtet, dann ſteigt Ihr zur Erde hernieder und begebt Euch in Euren Harem. Dort umringt Euch eine Menge ſchoͤner, unterwuͤrfiger, liebender Weiber; denn waͤret Ihr auch noch ſo haͤßlich und mißgeſtaltet, ſie lieben Euch doch. Dort findet Ihr Freuden ohne Zahl, wechſelvoll, zart und auserwählt; dann folgt das materielle Leben auf das intellectuelle. Dann ruht der Geiſt, wel⸗ cher anfangs uͤberreizt war, aus; Ihr werdet ab⸗ geſtumpft; alle Eure Sinne ſchlummern, einer ausgenommen, und dieſer eine ſteigert ſich durch
die augenblickliche Abweſenheit der andern; Ihr
ſeid gluͤcklich wie ein Narr, und fuhlt das Gluck der Narren.
Das iſt nicht etwa eine eitle Theorie, ein nach Gefallen erſchaffenes Utopien.
Der Tabak trugt nicht, der Kaffee truͤgt nicht, der Opium truͤgt nicht. Ihre Wirkungen auf unſer Nervenſyſtem ſind zuverlaͤſſig, phyſiologiſch erwieſen und dargethan. Unſere moraliſche Orga⸗
niſation muß ihrem Einfluſſe weichen: traurig


