Teil eines Werkes 
13. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 3. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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läßt und wieder gewinnt; eine anmuthige Geſtalt, welche zuweilen nackt erſcheint, zuweilen halb ver⸗ ſchleiert durch den friſchen Rauch des levantiſchen Tabaks.

Dann die Poeſie des Kaffees, ſchon ſtaͤrker, beſtimmter. Die Ideen verknuͤpfen ſich, und ent⸗ wickeln mit wunderbarer Klarheit ein glaͤnzendes Licht. Die Einbildungskraft breitet ihre farbigen Flügel aus, und fuͤhrt Euch nach den hoͤchſten Regionen des Gedankens empor. Dann entfalten ſich vor Eurem Auge die Jahrhunderte, farbreich und fluͤchtig wie die Ufer, welche zu entfliehen ſcheinen, wenn die Wogen Euch fortreißen. Dann entſtehen erhabene Betrachtungen uͤber die Men⸗ ſchen, uͤber die Seele, uͤber Gott; dann nimmt man alle Syſteme, jeden Glauben anz man un⸗ terſucht, pruͤft, man glaubt an Alles. Wäͤhrend dieſes Augenblickes hoher Begeiſterung fuͤhlt man ſich wechſelsweiſe Chriſt, Mahomed, Caſar, und wer weiß, was noch alles.

Endlich die Poeſie des Opiums; phantaſtiſche, nervige, krampfhafte Poeſie, letzte Stufe jenes poetiſchen Lebens, welches ſie vollendet. Was Fauſt ſo ſehr geſucht, was Manfted verflucht hat: der Opium gewaͤhrt es. Ihr ruft die Geiſter herauf, die Geiſter erſcheinen Euch. Wollt Ihr abſcheu⸗ lichen Myſterien beiwohnen? Dann iſt es ein hoͤlliſches Drama, btzarr, uͤbernatuͤrlich; dann ſind es namenloſe Weſen, unerklaͤrliche Toͤne, eine Pein,