Teil eines Werkes 
11. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 1. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Da blitzte die Lampe noch einmal ziſchend auf und verloſch dann gaͤnzlich.

Ach, meine Mutter, ich bin verloren!« rief ſie mit herzzerſchneidendem Tone. Dann ſank ſie zuruͤck in die Kiſſen und bedeckte, heftig weinend, das Geſicht mit den Haͤnden.

Einige Minuten waren ſo verfloſſen, da erhob ſie, kraͤftig entſchloſſen, den Kopf, als wolle ſie mit ſchmerzlicher Wonne der Dunkelheit gewah⸗ ren, die ihr eine finſtere Zukunft weiſſagte. Aber wie groß war ihre Ueberraſchung und Freude, als ein heller Strahl der Sonne ihr in die Augen drang, die den elfenbeinernen Chriſtus und den geweihten Zweig hell, wie mit einem Heiligen⸗ ſcheine beleuchtete. Das Himmelslicht gab der Trauernden Heiterkeit und Zufriedenheit wieder.

O, meine Mutter! Du haſt Dein Kind er⸗ hört,« rief ſie trunken vor Freude, und erhob ſich dann, um knieend dem Heiland zu danken.

Erſchoͤpft, ermuͤdet durch die verwachte Nacht

und die mancherlei wechſelnden Gefuͤhle während derſelben, ſchloß ſie die noch feuchten Augen, oͤff⸗ nete die Lippen und ſtammelte ſchlaftrunken:

Meine Mutter die Engel im Himmel

Gluͤck!« Uund zwiſchen einer Thraͤne und dem Laͤcheln entſchlief ſie.