Teil eines Werkes 
11. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 1. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Schlummere, junges Maͤdchen, ſchlummere! Moͤge der Himmel es geben, daß die heraufſtei⸗ gende Sonne Dir einen recht ſchoͤnen Tag bringe! Schlafe, Alice; ein Traumanmuthig und rein wie Dein Herz, erfteue Dich!

Schlafe Kind! Vielleicht wirſt Du noch nicht die ſo unruhigen, ſchlafloſen Naͤchte betrauern.

Armes Kind! Nachdem Du die Luft der glän⸗ zenden und geſchmuͤckten Welt, wo Alles Blume, Duft und Licht iſt, Trunkenheit und Wolluſt, gluhendes Verlangen und choͤrichte Liebe eingeath⸗ met haſt, wirſt Du vielleicht noch nicht dieſe lan⸗ gen Stunden der Einſamkeit und truͤben Traͤu⸗ mereien vermiſſen. Vielleicht wirſt Du, in der Mitte einer ausgelaſſenen, doch luͤgneriſchen Hei⸗ terkeit, dieſe ſanften Thränen zuruͤckwuͤnſchen, die Du eben vergoſſeſt, indem Du an Deine Mutter dachteſt.

Vielleicht wirſt Du Deine eigne Welt, die Du nach Deinem Ideale fuͤr Dich ſelbſt ſchufeſt, die Du auf Deine Weiſe bevolkerteſt, in der Du die unumſchraͤnkte Herrſcherin wareſt, die ihre Schoͤ⸗ pfungen wieder vernichten konnte, ſchmerzlich be⸗ trauern.

Schlafe, Alice! Koͤnnte Dein jungfraͤuliches Herz ſich der Qualen erfreuen, die Du verurſachſt, ſo wurde ich Dir ſagen, daß ſeit geſtern Abend der Sohn des Lieutenants vom Salamander,