Teil eines Werkes 
11. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 1. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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feſte brauchten! Und die Kleider, welche wir für die armen Frauen naͤhten! Und die Hymnen, welche wir an Chriſtus ſangen, der ſich fuͤr das Heil der Welt opferte! Welch' eine Gotteserge⸗ bung! Mit welcher innigen Liebe ſang ich das Lob Chriſti! Ihm ewig in ſeinem Tempel zu dienen, ihn anzubeten, mein ganzes Leben hin⸗ durch! Denn hier, hier fuͤhl' ich,« ſagte ſie, beide Haͤnde, wie ſchmerzlich auf den hochwogenden Bu⸗ ſen preſſend, vja, hier fuh ich das unendliche Bedurfniß der Liebe und des Opfers 4

Nach einem augenblicklichen Schweigen fuhr ſie in ihrem Selbſtgeſpraͤche fort:

Weshalb mich von dem Kloſter, von Frank⸗ reich hinwegfuͤhren? Ich wuͤrde im Kloſter ſo gluͤcklich geweſen ſein! Chriſtus zu lieben und tag⸗ lich zu ihm zu beten! Giebt es ein Gluͤck, wel⸗ ches größer iſt, als das des Gebetes zu ihm? Ja, und vielleicht fuͤr Jemand anders. Doch wie un⸗ gerecht bin ich; ſoll ich nicht meinen Vater wieder ſehen, der mich als Kind verließ. Und doch macht dieſe Reiſe mich wider Willen traurig, bedruckt mich;

allein der Gedanke, meinen Vater zu ſehen, hei⸗

tert mich zuweilen auf. O, mein Gott, habe Erbarmen mit mir, wenn dieſe Reiſe fuͤr mich verderblich ſein ſoll! 3

und die Lampe erloſch. In langen Zwiſchen⸗