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Dritt6 B uſch.
Elftes Kapitel.
In einer ſchweren, heißen, druͤckenden Som⸗ mernacht, bei dem zweifolhaften Scheine einer matt⸗ flackernden Lampe, welche lange Schatten auf die
Wände eines beſcheiden meublirten Stuͤbchens warf,
lag ein junges Maͤdchen, halbſitzend auf ihrem Bett, ſtuͤtzte das Geſicht auf ihre Hande und ſchien in tiefe Traͤumereien verſenkt.
Ihre Arme waren blos, von blendender Weiße, in den ſchoͤnſten Formen, anmuthig und uͤppig,
eines jener zarten Weſen verrathend, welche, in
olge eines ſonderbaren Eigenſinnes der Natur, faſt immer eine kräftige, von lebhaften Leidenſchaf⸗ ten bewegte Seele in ſich ſchließen. Die langen Flechten ihres kaſtanienbraunen
Haares flſſen aufgeloͤſt uͤber ihren ſammetweichen
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