es ein wurdiger Gegenſtand geweſen, das Geſicht des Meiſter La Joie zu ſehn, als er, durch die friſche, kuͤhle Morgenluft erweckt, ſich in ſeinem Mantel ſchuttelte, die Muͤtze aus der Stirne zog, ſich die Augen rieb und um ſich blickend, zum erſten Male die zehn Matroſen der Quartierwache nicht auf dem Deck gewahrte. Er glaubte zu traͤumen. Der ehrliche Meiſter ging rings um das Deck, aber er ſah nichts, gar nichts.
»Die Schurken l« ſagte er,„gewiß ſind ſie hinunter gegangen, ſich ſchlafen zu legen. Das iſt etwas ſtark. Wir werden, wie es ſcheint, ein Tänzchen mit einander machen muͤſſen, und das ſoll ihnen anzeigen, daß es dabei etwas heiß zu⸗ gehen wird,«C ſagte er, ſeine lange Pfeife an die Lippen ſetzend.
Was fuͤr ein furchterlicher Ton, ſchneidend, durchdringend, hart, gebieteriſch und drohend! Nie, glaub' ich, hatte ſeine Pfeife eine ſo donnernde Stimme gepfiffen; ſie glich der Poſaune des jung⸗ ſten Gerichts.
Als der Pfiff ertoͤnt war, ſteckte Meiſter La Joie die Pfeife wieder in die Taſche. Vertrauens⸗ voll erwartete er den Erfolg ſeines Signals, kreuzte die Arme, ſchuͤttelte den Kopf unwillig und ſprach ſchreckliche Verwuͤnſchungen aus. 6
Aber nicht das geringſte Geraͤuſch ertönte auf dem Schiffe; athemlos ſchien es auf dem Meere
zu ſchlafen. Alles ſchweigend; tiefes Schweigen.


