— 55—
ſo langes Du waͤrſt bald zu ſpät gekommenz denn in Deinem ausgetrockneten Herzen iſt weder fuͤr Haß noch fur Rachſucht Raum.
Sollte das etwa Gluͤck ſein? Sollte es in dem moraliſchen Tode des Herzens beſtehen, welcher unzugänglich fuͤr das Gefuͤhl der Freude und des Schmerzes macht?
DOder findet ſich das Gluͤck vielmehr in der Mitte des Luxus und deſſen Freuden? Iſt es ein furſtliches Haus, königliche Landguͤter, Hunde und Pferde, glaͤnzende Livreen, ſchoͤne Jagdgewehre und die Jagd mit ihren Fanfaren, bei denen das Herz lauter ſchlaͤgt?
Jo die Jagd die Jagd! Biaßt ihr Jaͤger!
fend erſchallen! Alles iſt Freude und Entzuͤcken; die Hunde bellen, die Hoͤrner ſchallen, die Pferde wiehern, und ſtampfen ungeduldig auf den Boden.
Halloh! Talbot, mein gutes Rage⸗Pferd, vor⸗ waͤrts, mein Liebling! Du unter dem Vollblut ausgeſucht, mit fleckenloſem Stammbaum, der Du auf weißem Marmor in meinem Stallo ſtehſt! D mein guter, edler Talbot! mit dem Gelde, was Du mich koſteſt, haͤtte ich 20 Maͤdchen ausſtat⸗ ten, wie viele uneigennuͤtzige Handlungen ausuͤben koͤnnen; aber wie fein iſt auch Dein Haar, glatt
und kurz, wie kräftig ſind Deine Feſſeln, wie
—
ſchlgns und hoch Deine Fuße, wie gerundet Deine


