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Denn was iſt das Gluͤck? Iſt es ein zarter Weibermund, welcher Dir ſuͤße Worte der Zaͤrt⸗ lichkeit zufluͤſtert? Iſt es eine weiche, zitternde Hand, welche die Deinige nicht flieht? Iſt es ein traulicher Spaziergang auf ſchwellendem Raſen, unter dichtem Laubdache, mit verſchlungenen Ar⸗ men und leiſem Gefluͤſter, wo Alles Liebe und Ausdruck iſt und doch nicht ausgeſprochen wird?
Oder ſollte das wahre Gluͤck, das dauernde, welches die Seele in himmliſche Wonne wiegt, erſt nach dem Genuſſe folgen!
Wenn das Weib, noch gluͤcklich durch das Opfer, welches ſie gebracht, das Geſtaͤndniß der Liebe ausſpricht, ſelig, daß ſie ihre Zukunft auf das Spiel ſetzt, obgleich ſie voraus ſieht, daß ſie bit⸗
tere Thraͤnen deshalb wird vergießen muͤſſen: macht
dies die Frauen gluͤcklich, weil ſie zu leiden be⸗ ſtimmt ſind? Oder iſt es Gluͤck, wenn nach dem Geſtaͤndniß, ſie auf Deinem Knie ſitzt, und laͤ⸗ chelnd ſagt: IJetzt iſt meine Ehre Dir verfallen! — Mein Leben biſt Du, mein Gedanke biſt Du, meine Seele biſt Du!— Sieh, jetzt kannſt Du mich mit einem Worte zur ungluͤcklichſten der eiber machen, mit einem Worte kannſt Du mich tödten!— Engel, angebeteter Engel! Meine Liebe iſt keine Liebe mehr, es iſt ein neues Ge⸗ fühl; ein Gefuͤhl, welches alle andern toͤdtet, ver⸗ ſchlingt, ohne welches meine Exiſtenz in Nichts zerfloſſe.«
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