Teil eines Werkes 
11. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 1. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Neuntes Kapitel.

Das Problem.

Wenn es in der Welt Gluͤck giebt, ſo war es dieſen Tag am Bord des Salamander. Gluͤck! Phantaſtiſches und doch wirkliches Weſen, welches Jeder unter einer andern Geſtalt anruft!

Wenn gegen Ende des Tages, bei Sonnen⸗ untergang, die Atmoſphaͤre in allen Farben ſpielt, und ſich zu immer tieferm und tieferm Roth faͤrbt, und man dann eine Wolke mit unſichern Umriſ⸗ ſen, goldumſaͤumt, am Himmel dahin ſegeln ſieht, ſo hat dieſe nur eine Geſtalt, und dennoch leiht man ihr tauſende. Fuͤr den Einen iſt ſie eine gothiſche Saͤule; Jener bewundert in ihr einen Baum mit goldenen Aeſten und purpurnen Blaͤt⸗ tern; Der wieder eine Rieſengeſtalt in faltigen Ge⸗ waͤndern; Dieſer endlich den Kopf eines reizenden

Maͤdchens auf einem Schwanenhalſe.

So iſt es auch mit dem Glucke, dieſem idea⸗ len und doch wirklichen Weſen; wahr, wie das Licht und der Ton, und doch unergreifbar wie Beide, mit jedem Augenblicke wechſelnd, nimmt das Gluͤck verſchiedene Geſtalten an, und bewahrt doch keine.