Teil eines Werkes 
11. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 1. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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werden, aber nicht der Unmoralitaͤt; denn vor

allen Dingen wird das Gemaͤlde wahr ſein, und die Wahrheit enthaͤlt allemal eine moraliſche Lehre.

Nun koͤmmt es nur noch darauf an, zu wiſſen, ob das Wahre ſich auch ſagen laͤßt?

Hier, glaube ich, iſt der Augenblick gekom⸗ men, einen andern Gemeinplatz anzugreifen, welcher ſehr verbreitet iſt:

Nicht jede Wahrheit iſt gut zu ſa⸗ gen. Doch, doch; jede Wahrheit iſt gut zu ſagen, in einem Jahrhunderte, welches ſich ruͤhmt, beſtimmt, proſaiſch und materiell zu ſein; in einer Zeit, wo man vor allen Dingen klar ſieht.

Oh, es iſt nicht mehr die Zeit blinden Glau⸗ bens, tugendhafter Ueberredungen, troſtender Illu⸗ ſionen; unſer Jahrhundert iſt ſo, wie das achtzehnte uns die Erbſchaft uͤberlaſſen: kalt, nackt, trocken.

Wir haben unſerer Geſellſchaft das kraͤftige Symbol»Baum der Wiſſenſchaft« beigelegt; wir haben dieſen Baum bis zu ſeinen tieſſten und bitterſten Wurzeln unterſucht.

Wir wiſſen alſo, und es ſind nicht mehr Worte, welche uns beherrſchen! Was be⸗