Teil eines Werkes 
11. Theil, Der Salamander : ein Roman aus dem Seeleben : 1. Bändchen (1838) La Salamandre
Entstehung
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Dankbarkeit, ſo iſt dies eine Speculation, ein Mißbrauch. Denn es giebt nichts Unwuͤrdige⸗ res, als eine tugendhafte Handlung aus eigen⸗ nuͤtziger Abſicht. Das heißt, mit den guten Sitten ein gutes Geſchaͤftchen machen wollen. Sollten die undankbaren Menſchen jemals ſel⸗ tener werden, ſo ſollte man das Muſter derſel⸗ ben ſorgſam aufbewahren, als moraliſchen Zweck, wie Probirſteine wahrer Tugend; denn uͤber die

Nothwendigkeit der Laſter ließe ſich ein merk⸗

wuͤrdiges Buch ſchreiben. Man zeige daher vor allen Dingen Wahres und die Wahrheit; doch ſo wie ſie ſich in den Salons und bei den Be⸗ hoͤrden zeigt, kein Utopien, kein geträumtes Land. Man zeige das Laſter, wie es iſt: ſchoͤn, kuͤhn, gluͤcklich, unverſchaͤmt, heiter, wolluͤſtig, das eigene und fremde Leben bis zur Neige ge⸗ nießend, alt, geehrt, und in Frieden in ein rei⸗ ches Marmor-Mauſoleum hinabſteigend, bei dem Klange der Orgel, unter Grabgeſaͤngen, Klagen und Thraͤnen; denn es hinterließ ein faſt königliches Vermoͤgen.

Man zeige die Tugend mit Schmach bela⸗

, haͤßlich, bettelnd demuthig, verkannt, bleich