des Stolzes, glaͤnzenden Ruhmes mit einem Namen, welcher auf die Nachwelt forttoͤnt. Aber fuͤr dieſe giebt es auch eine große und gewaltige Strafe, groß wie die Ewigkeit, doch erſt nach dem Tode; denn man wuͤrde die Ge⸗ rrechtigkeit Gottes laͤſtern, wollte man behaupten, daß er ſchon hienieden ſtrafe. Entgegnet man mir, daß das Bild des beſtraften Laſters und der begluͤckten Tugend auf Erden moraliſch iſt, ſo ſage ich: Nein; und meiner Anſicht nach iſt unter allen Paradoren die unmoraliſcheſte, die falſcheſte, die emporendſte:»Eine Wohlthat iſt hienieden nie verloren.«
Eine Wohlthat iſt nie verloren!— Ja, eine Wohlthat iſt wohl verloren; man kann es glau⸗ ben; man muß es ſogar, und es iſt auch leicht. Man betrachte die Undankbarkeit als den ein⸗ zigen Schmelztiegel, in welchem ſo manche Tu⸗ gend, ſo manche ſelbſtſuchtige Handlung gelau⸗ tert wird. Laßt Euch hundertmal betruͤgen, und thut zum hundert und erſten Male wohl, und ich werde Euch fuͤr einen Menſchen halten, der wegen der Tugend tugendhaft, wegen der
Wohlthat wohlthätig iſt. Aber rechnet Ihr auf


